WER und WIE ist Sonja?!

Wer Sonja kennt, der muss sie lieben,
das steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Für and're hat sie stets ein Ohr,
und kommt es dir auch komisch vor -
manchmal muss sie auch selber reden,
von Freuden, Sorgen und Problemen?

und hat sie sich dann ausgekotzt
vor Kraft und Mut sie wieder strotzt.

So wirkt sie meistens ziemlich stark,
doch innen ist sie ganz schön zart.

Sie mag Natur in jeder Form,
was sie verabscheut ist 'die Norm'
sie liebt es, kreativ zu sein,
ganz wie die Mutter - fällt mir ein;
dass sagt man auch wenn man sie sieht,
selbst wenn sie eine Schnute zieht!

Es gibt im Monat manchmal Tage,
da ist die Sonja eine Plage,
da lässt man besser sie in Ruh.
das gibt sich wieder, schau nur zu.

Die 'kleine Kruutsch' ist sie Zuhaus?
Doch jetzt zieht sie für immer aus.
Der Günter hat sie auserwählt,
im Sommer sind sie dann vermählt.

Viel wird es noch zu lernen geben,
beruflich und auch für das Leben.
An Günters Seite, das ist gut,
die beiden haben großen Mut.
Da wird gestritten und geküsst,
ansonsten: bleib so, wie du bist!

Von Barbara Witzgall, Brautmutter
Günter Gera - Ganz oder gar nicht

Am 12. August 2006 wird Günter Gera im Alter von 22 Jahren Neuland betreten. Unbekanntes und spannendes Neuland zugleich. Ein bedeutsamer und mutiger Schritt. Respekt!
Doch wer hätte das noch vor wenigen Jahren gedacht? Ich nicht. Doch das ist bei näherer Betrachtung auch nicht weiter verwunderlich, denn den Günter konnte man eigentlich nie 'denken' oder 'planen'. Günter hat schon immer selbst gedacht!
Kennen gelernt habe ich den Knaben am Benno-Gymnasium, Klasse 5c. Wichtiger Fürsprecher des ab und an sehr lebhaften Rabauken Günter im Lehrerkollegium war der von ihm sehr geschätzte Herr Leopold. Zusammen mit Günter habe ich bis zur 10.Klasse dessen Arbeitsgemeinschaft 'Kreatives Gestalten' besucht. fantastische Nachmittage voller Kunst, Kunstkritik, Spinnereien, Plaudereien und Blödeleien. Selten ging es vor 17.30 Uhr nach Hause und oft mussten wir beide als Letzte 'herausgeschmissen' werden.
Im Unterricht war der Günnikologe manchen ein Grauen, anderen dagegen ein geschätzter und progressiver Mitschüler. Für mich war und ist er ein echter Querdenker, ein eigener Kopf mit genialen Momenten und ein wichtiger Impulsgeber. Sein notorisches Zuspätkommen zur Schule hat mich nie gestört. Das gehörte einfach dazu. Seine Renitenz war unübertroffen, doch nur ganz selten hat sie mich genervt. Der Günni ist schon immer stark genug gewesen, gegen den Strom zu schwimmen. Das hat nicht nur mir imponiert.
Intellektuell hat mich Günter stets gepusht. Ein Mensch, der sich bedingungslos mit dem beschäftigt, was ihn interessiert. Ein geborener Wissenschaftler. Die Leistungskurse in Physik und Mathematik wären ohne Günter nicht einmal halb so schön gewesen. Und noch immer pusht der Günter, wenn wir uns zum 'Mensen' treffen und Gott und die Welt und das Studium beschnattern. überhaupt kann Günter ins Plaudern kommen. Eine Stunde am Telefon für ihn kein Problem.
Günter ist aber weit mehr als nur ein Schulfreund aus alten Tagen. Gerade am Anfang unserer Zeit am Benno hatte er es schwer, wurde viel gehänselt und hatte familiär einiges durchzustehen. Das kannte ich so überhaupt nicht. Umso mehr hat es mich gefreut als ich merkte, dass Günter spirituell eine neue Heimat im Kraftwerk gefunden hat. Für mich als ?gestandenen? Katholiken war es beeindruckend zu hören, wie tiefgründig und aktiv er sich mit den Sinnfragen dieser Welt auseinander gesetzt und so zu einer lebendigen und intensiven Beziehung zu Gott gefunden hat. Seine Taufe war auf diesem Weg ein sichtbarer Höhepunkt.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Günter auf einem guten Weg ist und dieser Weg unter dem Segen Gottes steht. Deshalb lässt es auch mein Herz ganz besonders hoch schlagen, wenn ich an das Kommende denke und sich Günter und seine Auserwählte trauen.
Martin Krauße